(M)eine Kreisgeschichte(n)

[M]eine Kreisgeschichte (1)

Zunehmend häufiger finden sich Berichte in den Medien über Menschen, die sich bewusst entscheiden aus dem bewährten gesellschaftlichen „System“ auszusteigen. Und damit verbunden ihre Art der Lebensführung, ganz oder teilweise, umzukrempeln.

[M]eine Kreisgeschichte (3)

Was bei indigenen Volksgruppen alltäglicher Brauch ist, wird in der westlichen Zivilisation als zwischen-menschliche Wiederentdeckung, spätestens seit der sexuellen Revolution in den 1970`er Jahren, hoch gelobt und stetig weiterentwickelt.

[M]eine Kreisgeschichte (5)

Prof. Hüther: “Es kann sich ja keiner alleine entwickeln, sondern immer nur mit den anderen gemeinsam.  Und was nun auch allmählich bei den Biologen ankommt, dass evolutionäre Prozesse niemals gesehen werden können aus der Perspektive eines Einzelnen oder einer einzelnen Art, sondern…

[M]eine Kreisgeschichte (6.1)

Seit knapp einer Woche sind wir nun zu zweit unterwegs. Unterwegs auf Premierentour, diesmal der “Echten”. Unsere erste Station war die Transition-Base, Regensburg. Empfangen wurden wir von drei bezaubernden jungen Damen, die ihrerseits Studentinnen der Psychologie, ehrenamtlich die Arbeit der Transition-Base führen.

[M]eine Kreisgeschichte (8)

Achim: „Also ich habe irgendwie meine Leidenschaft, würde ich mal sagen, es ist das Leben und der Planet. Wie es bestellt ist, um das Leben auf diesen Planeten, nicht nur das menschliche? Wie sich das jemals verändern kann?“

[M]eine Kreisgeschichte (10)

“Das Forum ist für mich eine Möglichkeit für Selbsterkenntnis. Vor allem interessant finde ich den Spiegel. Oft haben wir eine ganz andere Wahrnehmung von uns selbst als das die Leute von uns sehen. Und wenn die Spiegel kommen dann kann ich das justieren. “Ach so sehen mich die Leute.”

[M]eine Kreisgeschichte (2)

Mit Heikos Beschluss, die Geschichte, die Methoden und die indigenen Wurzeln des „CircleWay“, nach Manitonquat, in einem Film festhalten zu wollen, begannen die ersten Vorbereitungen zu unserem Filmprojekt, der Dokumentation „Der Weg des Kreises“.

[M]eine Kreisgeschichte (4)

Ein Blick in die weltgeschichtliche Entwicklung zeigt, anhand der Deutung archäologischer Funde, dass nach jeder Hochkultur und deren partiellem oder vollständigem Zusammenbruch, Zeiten des Aufbaus und gesellschaftlicher Erneuerung folgten.

[M]eine Kreisgeschichte (6)

Vor Beginn unserer „gecrowdfundeten“ Dreh-Tour, 2015, hatten wir bereits im Juli, unsere Filmausrüstung aufgestockt und uns auf den Weg nach Dresden gemacht, um die ersten Protagonisten des Films als auch die neue Ausrüstung kennenzulernen.

[M]eine Kreisgeschichte (7)

Wahrhaftig, war ich dem Phänomen auferlegen, mir eine Meinung über Personen gebildet zu haben, die ich nur durch die immer gleichen Wiederholungen ihrer Aussagen auf meinem Bildschirm kannte. Während Story am Essenstisch friedlich vor sich hin monologisierte, suchte Ellika ihn zeitnah zu unterbrechen, um das Gespräch vorsichtig in Richtung unseres Vorhabens zu lenken.

[M]eine Kreisgeschichte (9)

“Die Mitte wird unterstützt von der Leitung und der Co-Leitung, die einfach mithilft, nachfragt um zu vertiefen oder sie macht auch mal einen Vorschlag, in welche Richtung es gehen kann.”

[M]eine Kreisgeschichte (11)

Simon, ebenfalls Bewohner der ZEGG-Gemeinschaft, ergänzt abschließend: „Das Forum schafft Intimität, Transparenz und Nähe. Es ist auf jeden Fall etwas Gemeinschaftsbildendes. Und ich merke, was für Themen da gerade sind, nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen.”

[M]eine Kreisgeschichte (13)

These are the kinds of things we are trying to work on here in our camps. To live for a week in a way where we get really close to each other. We play with our children, we do creative things, we do fun and funny things.”

[M]eine Kreisgeschichte (15)

Claudius: „Der Weg des Kreises ist für mich, in Gemeinschaft zu sein, die gleichberechtigt ist, wo jeder die gleiche Zeit hat, die gleiche Stellung hat, den gleichen Wert hat, den gleichen Respekt bekommt, wo jedem gleich-gut zugehört wird und wo jeder wertgeschätzt wird.“

[M]eine Kreisgeschichte (17)

Trotz der Kürze unseres Aufenthaltes, beschenkte uns auch das „Pacha-Mama“ mit seinen Eindrücken, wie einem imposanten Alpenpanorama und einer kurzen Einführung in die Methode der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck, durch Trainerin Sabine Bartscherer.

[M]eine Kreisgeschichte (19)

„Also das ist eine riesen Chance in sich selbst zu schauen. Die Frage ist ja, Sprich von dir und deinen momentanen Erfahrungen. Das heißt ich bin die ganze Zeit, 16 Stunden am Stück, beziehungsweise, 2 Tage damit beschäftigt, da hinein zu schauen. Und ich bin gefordert, diese 2 Tage komplett präsent zu sein, sonst bricht der Kreis zusammen. Das heißt, ich habe wirklich was gelernt nach 48 Stunden.”

[M]eine Kreisgeschichte (12)

„Es geht ja letztlich immer um die Transformation und heute würde ich sagen, das Erwachsenwerden. Letztlich, die Veränderung kann nur ich selber machen. Also, ich werde nur mich selber verändern können, indem ich mich tiefer sehe. Mithilfe von dem was ich von anderen sehe und mitnehme, aber ich kann nicht jemand anderen verändern.“

[M]eine Kreisgeschichte (14)

Story: “What is the Circle Way? The whole idea stems from the old experience of native American communities, traditionally. The basis of the circle, the reason for a circle is to help each other. And it actually-goes back to maybe 100.000 years ago when human beings were first becoming human beings.”

[M]eine Kreisgeschichte (16)

Dieses Mal ohne jegliche Reparatur-Stopps erreichten wir um circa 0600 morgens die nächste dritte Station unserer Dreh-Tour, das „Pacha-Mama“ Camp in der Nähe von München.

[M]eine Kreisgeschichte (18)

G. Cara: „Das sind so die typischen Phasen einer Gemeinschaft. Das du am Anfang so in die Euphorie-Phase kommst. „WoW-Gemeinschaft“ und dann bist du so in der Pseudophase. Und dann kommt so die Chaosphase, wo es wirklich drunter, wo wirklich die Fetzen fliegen, ja. Und dann kommt die Leere?“

[M]eine Kreisgeschichte (20)

Zugegeben, eine 60minütige “Probeversion” eines ansonsten mehrere Tage andauernden Prozesses kann wohl nicht das Gleiche bewegen. Bei uns im Team hatte es wenigstens für etwas Entlastung gesorgt. Zudem hatte es Klarheit darüber gebracht, dass wir eben keine Gemeinschaft sein wollten, sondern lediglich Freunde, die einen gemeinsamen Film machen.

[M]eine Kreisgeschichte (21)

In besonders stressigen Situationen pflegte ich besonders viel zu Rauchen. An dieser Stelle empfand ich es allerdings als sinnvoll, bei der ersten Begegnung mit einem strengen Anti-Raucher, nicht nach frischem Zigarettenrauch zu riechen. Diesen Zustand konnte ich bis ungefähr 10 Minuten nach der Drehbesprechung und Begrüßung mit den Callahans aufrechterhalten.

[M]eine Kreisgeschichte (23)

Wir schwebten in trügerischem Frieden. Gegessen wurde draußen an einem riesigen rustikalen Holztisch an dem wir teilweise zu zwölft saßen. Wir erfuhren, dass Anne, Thomas Frau sowie Tassilo und Sonia die weiteren Mitbewohner der Callahan-Gemeinschaft sind…

[M]eine Kreisgeschichte (25)

Den Rest des Tages waren wir auf “harmlos” gestellt. Wir waren scheinbar endlich im Einklang miteinander. „Reingewaschen“ und begeistert vom Possibility Management verbrachten wir noch anderthalb Tage im Lenzwald bevor wir uns auf den Weg nach Österreich machten.

[M]eine Kreisgeschichte (27)

R. Huber: „Das ist ein komplett ganz anderer Prozess. Und wenn Konsens gut läuft, gibt es am Ende eigentlich fast keine Entscheidung. Also so dieses ENT Scheiden. Sondern dann weiß man: „Okay, das war es. Das ist es. Das ist es jetzt.“ Ja, das ist stimmig. Das ist dann so ein Moment, da braucht es dann eigentlich fast kein Abstimmen mehr.“

[M]eine Kreisgeschichte (29)

Prof. Hüther: „Derjenige der darüber bestimmt, wie das auf mich wirkt. Also welche Auswirkung irgendeine Erfahrung oder Wahrnehmung auf mich hat, das ist nicht die objektive Erfahrung, sondern meine Interpretation. Das heißt ich bin Derjenige, der mit meinen Vorerfahrungen in die Welt blickt und deshalb sind mir bestimmte Dinge in dieser Welt, die ich dort wahrnehme und erlebe wichtig.”

[M]eine Kreisgeschichte (22)

C. Callahan: “The news for modern culture are usually bad. And it`s so amazing to find another channel to meet…You`ll find out, what I found out, experiments are going on all over the world of people coming together below the radar of modern culture…

[M]eine Kreisgeschichte (24)

Die anderen wurden derweil aufgefordert zu sagen, ob es sich für sie passend anfühlte was ich sprach und ob das was ich sagte tatsächlich zu dem Gefühl passte, welches sie von mir wahrnahmen. Wenn sie wahrnahmen, dass mein Gefühl anders wäre, als das was ich mit Worten sprach, sollten sie “BEEP” rufen. Erhielten sie den Eindruck meine Worte wären so gesprochen, wie ich sie wirklich fühlte, sollten sie “GO” sagen.

[M]eine Kreisgeschichte (26)

Katharina Lechthaler: „Ich komme aus dem Sozialbereich und da wird man trainiert darauf zu schauen, was stimmt da nicht, was ist da wohl falsch, wie ist es da, ist das authentisch, ich weiß nicht genau. Und genau mit der Einstellung bin ich aufs Camp gekommen.“

[M]eine Kreisgeschichte (28)

„Neulich hat jemand zu mir gesagt: „Hey in der Soziokratie macht ihr das auch so, wie in der GFK.“ Am Anfang brauchen wir die Informationen. Ja, wir haben am Anfang der vier Runden, die Informationsrunde. Und bei der GFK ist der erste Schritt: „Hey, jetzt sag einmal, was ist. Was ist Sache, worum geht`s?“

[M]eine Kreisgeschichte (30)

Trotz einiger hitziger Diskussionen flogen die Tage in Österreich dahin. Bereits sieben Tage später war alles im Kasten, das Camp vorüber und wir auf die Abfahrt Richtung Irland eingestellt. Erneut gab es einen theoretisch-geplanten Abfahrtstermin.

[M]eine Kreisgeschichte (31)

Martin kam alsbald auf die Idee die örtliche Gemeinde der Ba-Hai aufzusuchen, sie hätten in der Nähe einen für jeden zugänglichen Gedenkraum errichtet. Er hielt es für einen geeigneten Drehort. Wir beschlossen, zu Fuß dorthin zu wandern.

[M]eine Kreisgeschichte (33)

Irgendwann hörte ich Trommeln und empfand ein intensives Ziehen in Bauch und Herz. Dieses Gefühl war mir bekannt, Eifersucht. Bis vor einer Sekunde war ich wütend auf Martin gewesen. Urplötzlich, in der anderen Sekunde kreierte mein Verstand eine Geschichte Martin würde mich ausnutzen und er sei sowieso viel zu jung für mich und er würde mich genau deshalb bestimmt irgendwann verlassen, um sich eine Jüngere, weniger hysterische Freundin, zu suchen.

[M]eine Kreisgeschichte (35)

Vor seiner Abreise hatten wir etliche Interviews aufgezeichnet. Darunter, das Interview mit Roman Huber, der uns viel zur Lebens-Gemeinschaft „Tempelhof“, dem Wir-Prozess und „Artabana“, einer Alternative zu herkömmlichen Krankenkassen, erzählen konnte. Wir sprachen mit weiteren Gemeinschaftsbewohnern, wie Adda, Agnes und Werner und waren der Eröffnung der Earth-Ship-Bauphase anwesend.

[M]eine Kreisgeschichte (32)

An diesem Tag verlief der Kreis im Zick-Zack. Irgendwie war jeder mal an der Reihe das Team verlassen zu wollen. Irgendwie war jeder mal schuld an irgendwas. Irgendwann war wieder Stille bis Dave eröffnete, aus privaten Gründen, die Tour beenden zu wollen. Darüber hinaus…

[M]eine Kreisgeschichte (34)

In diesem Augenblick wechselte irgendetwas in mir. Das Ende dieser Beziehung, dieses Teams und dieser Reise wäre nicht automatisch mein Lebensende. Es war lediglich eine weitere Station. Mir war als hätte ich in dem damaligen Traum noch ein Stück weiter geträumt, was mir jetzt das Gefühl von “Alles-ist-gut” eröffnete.

[M]eine Kreisgeschichte (36)

Female Holding

Neben den vielen schönen Aufnahmen und Interviews wurde ich mit meinem ersten “Holding” beschenkt. Wir waren vier Frauen die einander zu zweit, je abwechselnd, 15 Minuten in den Armen hielten, wobei die eine ihren Kopf auf dem Herzen der anderen ablegen durfte und dabei, ähnlich wie ein Säugling beim Stillen, gehalten wird.

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